Konzept

Gründe für die Bildung des PermanentNet®

Das PermanentNet® bildet als erstes europaweit einheitliches intermodales Verkehrsnetz eine innovative Antwort auf die Herausforderung der weiter rasant ansteigenden räumlichen Mobilität und der Bewältigung ihrer negativen Folgen durch:.Autobahnkreuz

  • Erhöhte Genauigkeit der Positionsbestimmung von Objekten und Ereignissen innerhalb und außerhalb der Verkehrsflächen (Fahrbahnen, Fahr- und Randstreifen) durch die Lineare Referenzierung auch ohne GPS
  • Optimierung und Reduzierung der für die Definition der örtlichen Verkehrssituation erforderlichen Datenflüsse
  • Systemneutralität gegenüber anderen Informationssystemen
  • Optimaler Datenschutz durch Unabhängigkeit von GPS und Internet

Aus diesen Eigenschaften des PermanentNet® ergeben sich zahlreiche, vor allem sicherheitsspezifische Anwendungen.

Verfolgt man das Verkehrsaufkommen der letzten Jahrzehnte im Personen- bzw. Güterverkehr aller Verkehrsträger, darf man wohl angesichts des anhaltend steigenden Wohlstands von dessen weiterer Zunahme ausgehen. Dabei herrschen schon derzeit innerhalb der regionalen Verdichtungszentren und auf den zu ihnen führenden Verkehrsachsen tägliche Staus, gepaart mit Unfällen und zeitlichen Unsicherheiten den Verkehrsfluß betreffend. Die bislang verfolgten staatlichen und kommunalen Konzepte der Verkehrssteuerung reichen nicht, da sie  sich in der Errichtung von Verkehrszeichen, zentralgesteuerter Lichtsignalregelungen, Ansagen von Verkehrsbehinderungen im Rundfunk und gutgemeinten Appellen an die Öffentlichkeit zur Verkehrsvermeidung erschöpfen. Auch der Ausbau von Verkehrswegen kann nur bedingt und vorübergehend zu einer Linderung örtlicher Verkehrsstaus beitragen.

Selbst das Bemühen, durch die INSPIRE Verordnung (2007/2/EC, 14.03.2007) in der Europäischen Union eine verbindlich die Ausgestaltung eines gemeinsamen intermodalen Verkehrsnetzes zu schaffen, mußte scheitern aufgrund

  • der sprachlichen und begrifflichen Vielfalt in den einzelnen Ländern,
  • gesetzlicher und administrative Besonderheiten in den einzelnen Regionen,
  • natur-, sozial- und wirtschaftsräumlicher Unterschiede in einzelnen Gebieten,
  • unterschiedlicher Zielsetzungen und fachlicher Ansprüche an Verkehrsinformationen,
  • unterschiedlichen methodisch-technischen Wissenstands und Ausrüstung auf lokaler administrativer Ebene,
  • fehlender durchgängiger organisatorischer Festsetzung der Zuständigkeiten bei der Datenerhebung und –pflege,
  • sinkender Investitionsbereitschaft bei noch nicht erkennbarem Mehrwert und allgemein wachsenden Finanzrisiken,
  • und, und, und …

Gleichzeitig mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen steigen zusätzlich auch die Ansprüche an die Sicherheit, den Fahrkomfort und die Umweltverträglichkeit des Verkehrs. Dieser Spreizung zwischen Anspruch und Realität zu begegnen wird von der der Autoindustrie die Hoffnung propagiert und von der Politik inzwischen aufgegriffen, das Heil in der Anwendung von IT- Technologien (Industrie 4.0) in den Fahrzeugen zu suchen. Die zunehmende Elektromobilität wäre letztlich auch Grundlage für das autonome Fahren.